Schemmann, Jörg

Im Jahr 2003 gewann der 1959 in Hagen geborene Jörg Schemmann zum ersten Mal den Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten, 2016 gewann er ihn erneut.

Seine Landschaftsgemälde bestechen durch den klaren blauen Himmel, vor den grüne Wipfel einheimischer Kiefer oder blühende Äste mit stets wechselnder Perspektive zu sehen sind. Der Blick jedoch führt immer auch in die Ferne. Die Bilder sind wie Fenster in die Natur, die einem Raum Weite und Luft geben.

Jörg Schemmann

Jörg Schemmann

Auf den Landschaftsgemälden sieht man keinen Horizont, sondern allein die Weite des Himmels. Die Wälder, Obstbäume und Pflanzen malt er in einem kontrastreichen Licht. Dadurch entstehen schwerelose Bildwelten. Schemmann möchte, dass sich der Betrachter in seinen Arbeiten verirrt und sich immer neue Wege durch das Bild suchen. Er soll durch seine Bilder wandern, sich darin verlieren aber zugleich auch Halt finden.

Das zentrale Bildmotiv in den Landschaftsbildern ist die Leere. Die Leerstellen, die daraus entstehende ungreifbare Atmosphäre und die Suggestion der Zwischenräume macht die Einzigartigkeit der Gemälde aus. Die Bilder zeigen Bekanntes, aber in einer unbekannten Perspektive. Spannung entsteht in den Bildern durch die dargestellten Gegensätze: Hell und Dunkel, Leichtigkeit und Schwere, vertikale und horizontale Bezüge sowie Nähe und Unendlichkeit.

Seit 2009 schafft Schemmann die sogenannten Schattenbilder. Der von der eigentlichen Bildgestalt Schatten vermittelt in diesen farbintensiven Gemälden einen imaginären Raum, der aber ins unendliche fortgeführt werden kann. Auf warmfarbigen Hintergründen schafft er mit den gemalten Schatten eine räumliche Tiefe.

In seinen Arbeiten wird Schemmanns Respekt vor der Natur und der Pflanzenwelt deutlich. Dieser Gedanke zeigt sich auch in der dargestellten Perspektive. Der Blick nach Oben, der sich fast wie ein Leitmotiv durch die Arbeiten zieht, zeigt dies deutlich.

Jörg Schemmann lebt und arbeitet in Regensburg.

 

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