Antes, Horst

Horst Antes, Stahl mit Gravur und Rostpatina, Höhe 220 cm, Auflage 1000, signiert und nummeriert

Horst Antes gilt als Mitbegründer der neuen figurativen Malerei in Deutschland. Als einer der ersten Pioniere der gegenständlichen Malerei suchte er nach innovativen Gestaltungsmöglichkeiten für die figurative Malerei und fand in Willem de Kooning ein Vorbild, der informelle und figurative Elemente in seiner Kunst verband. Als grundlegendes Motiv in seiner Kunst entwickelte Antes ab 1962 den sogenannten „Kopffüßler“. Diese sind eine Weiterentwicklung des Motives der Kachina-Puppen der Puebloindianer, die lange einziges Motiv in seiner Kunst waren. Beim „Kopffüßler“ scheinen der Kopf und die Füße ineinander überzugehen, denn er besitzt keinen Hals, wenig Brust und Bauch. Antes sieht in seinen Figuren Chiffren für die »Projektion(en) von innen her, vom Menschen her« (Antes 1970). In den 1980er gestaltet er die sogenannte „Schablonenfiguren“, bei denen er die menschliche Gestalt immer mehr entmaterialisiert. Seinen Fokus richtet er auf die Aussagekraft der Farbe.

Sein Werk umfasst Gemälde, Druckgrafiken und Skulpturen, auch im öffentlichen Raum.

Seine Arbeiten werden weltweit ausgestellt und sind in den größten Sammlungen Deutschlands vertreten, u.a. in der Kunsthalle Hamburg, im Museum Ludwig in Köln oder in der Nationalgalerie Berlin.

Horst Antes lebt und arbeitet in Karlsruhe-Wolfartsweier und hat eine Professur an der Karlsruher Akademie seit 1967 für Malerei inne.

 

 

 

 

 

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