Thitz

Seit seiner Studienzeit 1983-1989 an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart ist Thitz, Jahrgang 1962, dafür berühmt berüchtigt, alles in Kunst zu verwandeln, was ihm unter den Pinsel kommt. Im Sperrmüll fand Thitz einmal einen Stapel Brottüten und begann im Atelier damit herumzuexperimentieren. Der Künstler, der stets einen gelben und einen roten Schuh trägt und gerne auch auf seinen Bildern erscheint, verarbeitet mittlerweile seit 1985 Tüten aus der ganzen Welt.

Thitz: Paris Pantheon, 2018, Acrylfarben und Tüten auf Leinwand, 70 x 50, 6.000 eur.

 

Kunst kommt bei ihm nicht in, sondern vor allem auf die Tüte. Thitz schafft expressive Stadtlandschaften, perspektivische Blicke in die Häuserschluchten der Metropolen, die er rund um den Globus bereist.

Dabei sind seine Großstadtbilder von witzigen Figuren aller Hautfarben, jeglichen Alters und Geschlechts bevölkert. Aus Fenstern, Türen, Dächern schauen ihre Köpfe. Natürlich findet man sie auch auf den Einkaufstüten, die er auf seine Leinwände collagiert, ihre Henkel ragen über den Bildrand. Kunst ist bei Thitz stets mitten aus dem Leben gegriffen.

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