Verhas, Maximilian

Maximilian Verhas schafft seit 1990 Objekte, die nicht in einer Starre verharren, sich jederzeit durch einen Impuls in Bewegung versetzten lassen. Sie folgen damit den traditionellen Anforderungen der Skulpturen. Die schweren und festen Metallkörper zeigen eine erstarrte, festgehaltene Bewegung: Sie winden sich, fließen, sind in sich verschlungen. Verhas zeigt seine eigene und neue Auffassung von Allansichtigkeit. Nicht nur die üblichen Außenseiten der Skulpturen werden sichtbar. Durch den Bewegungsmoment zeigt er im Wechsel auch die Innen-, Unter- und Oberseiten der sog. Rollkörper.

Maximilian Verhas

Maximilian Verhas

 

Die Objekte sind nicht in ihrer Ausrichtung festgelegt, der Blickwinkel variiert und die Körper erscheinen aus jedem Winkel in neuer Gestalt. Sie bewegen sich im Raum und im Verhältnis zum Betrachter immer neu, sie sind in einem ständigen Wandel. Grundlage für seine Arbeiten ist die Idee des Möbiusbandes. Dieses Band ist eine Fläche bei der man nicht zwischen Oben und Unten, Innen und Außen differenzieren kann. Dieses Phänomen übersetzt Verhas auf die Dreidimensionalität der Skulptur. Diese haben nicht nur einen einzelnen Schwerpunkt, sondern rotieren meist über zwei Achsen. Die schweren Bronzeskulpturen erscheinen durch ihren Bewegungsmoment in einer spielerischen Leichtigkeit sinnlich und poetisch.

Verhas wurde 1960 in Essen geboren und studierte Malerei und Grafik in den Jahren 1981 bis 1986 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Ab 1986 bis 1990 folgte das Studium der Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Heute lebt und arbeitet er in Berlin.

 

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