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Ostermann, Maximilian

Maximilian Ostermann, geboren 1950 in Neukirchen/Oberpfalz,
absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Bauzeichner und legte 1969
in Augsburg das Abitur ab.

Von 1976 bis 1982 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste
Nürnberg. Seit 1982 ist er als freischaffender Künstler in Fürth und
Nürnberg tätig.

Sein Schaffen wurde früh ausgezeichnet: 1977 mit dem Kunstförderpreis
der Stadt Augsburg und dem Akademiepreis Nürnberg, 1979 mit dem
Kunstpreis des Bezirks Schwaben und erneut dem Akademiepreis
Nürnberg. 1983 erhielt er den Kunstförderpreis für Malerei der
Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, München; 1984 den Ersten
Preis und die Ausführung beim Fassadenwettbewerb der Stadt
Nürnberg. In jüngerer Zeit folgten der Preis der Kulturstiftung der
Sparkasse Karlsruhe (2020) und der 3. Preis des NN-Kunstpreises
Nürnberg (2025).

Als Wandmaler war Ostermann an Projekten von überregionaler
Reichweite beteiligt – darunter Schloss Bühlerhöhe (Baden-Baden), das
Bezirkskrankenhaus Kutzenberg, das Seeschlösschen Cuxhaven, der
Luftschutzbunker im Bleiweißviertel Nürnberg, ein Kindergarten in Sulzbach-Rosenberg sowie dem prestigeträchtigen
Auftrag der Ausmalung des Präsidentenpalast in Abuja, Nigeria.

So unterschiedlich die Themen seiner Bilder der 1970er und 80er Jahre
sind, verbindet sie eine klare formale Handschrift: die Reduktion auf
wesentliche Bildmotive, eine feine, akkurate Zeichnung, eine
ausgeprägte Licht- und Schattenführung und ein perspektivischer
Aufbau, in dem traditionelle Elemente durch surrealistische Verfremdung
in eine moderne Auffassung überführt werden.

Für die großformatige Bleistiftzeichnung Zum Thema Kreuz (1977) – das
Kreuz, der Liturgie der Karwoche entsprechend, von einem Tuch verhüllt– erhielt er 1979 den Kunstpreis des Bezirks Schwaben. Das Motiv der
Verhüllung, formal an eine Faltenwurfstudie erinnernd, durchzieht sein
Frühwerk. In den 1990er Jahren stellte er der Zeichnung die
Acrylmalerei gegenüber: teils altmeisterlich plastisch durchgearbeitet,
teils in farbigen Passagen mit malerischem Eigenleben, in denen
Strukturen und Muster den Grund bilden oder sich mit der Zeichnung
verflechten.

“Ich arbeite in Acryl auf großformatiger Leinwand, meist zwischen 95 und
180 cm, an fortlaufenden Landschaftsserien – Alpen, Küsten, Schilf- und
Birkenufer.
Dabei konzentriert sich der Blick durch etwas hindurch: durch Gräser,
Halme, Stämme auf einen weiten, stillen Hintergrund. Der Vordergrund
bleibt grafisch und scharf, die Ferne weich und unerreichbar.
Dieses Prinzip trägt mein ganzes Werk. Schon in den Zeichnungen der
70er Jahre ging es mir um Reduktion auf das Wesentliche, um klare
Licht- und Schattenführung und um das Thema der Verhüllung: Das, was
ein Bild zeigt, indem es etwas verdeckt. Später trat die Acrylmalerei
hinzu, mal altmeisterlich durchgearbeitet, mal mit einem farbigen
Eigenleben, das sich mit der Zeichnung verflicht. Was bleibt, ist der kurze
Moment des Anhaltens, den ich selbst in der Landschaft suche.”

Ausstellungen und Kunstpreise

2025 3. Preis NN-Kunstpreis Nürnberg
2020 Preis der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe für Malerei
1984 1. Preis und Ausführung, Fassadenwettbewerb der Stadt Nürnberg
1983 Gerhard-Fugel-Kunstpreis München (Kunstförderpreis für Malerei)
1977/79 Akademiepreis Nürnberg

EINZELAUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)
2023 Galerie Lukasch, Nürnberg
2022 Kunstraum Bad Orb · Kunstmesse Ingolstadt · MAIN ART Aschaffenburg
2018 Pinselfabrik Bechhofen
2006 Schloß Dennenlohe

GRUPPENAUSSTELLUNGEN (AUSWAHL) 2026 Sparkasse Karlsruhe
2020–25 Ausstellungen zum NN-Kunstpreis Nürnberg
2009–21 Werkschau auf AEG, Nürnberg
1978–80 „Kunstsalon“, Haus der Kunst München

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