Kühn, Volker

Volker Kühn wurde im Jahr 1948 in Neuenkirchen, Schwandewede geboren. Bevor er sich für ein Studium als Bildhauer an der Hochschule für Künste in Bremen entschied, schloss er erfolgreich eine Lehre als Tischler ab. Nach dem Studium bestückte er 1973 seine erste große Ausstellung im Leopold-Hoesch-Museum in Delen und im Kunstverein Unna. Die ausgestellten kinetischen Lichtinstallationen bedeuteten seinen Durchbruch. Weitere Ausstellungen und Aufträge im öffentlichen Raum, wie die Gestaltung der Wertheim-Fassade am Kürfürstendamm Berlin, oder Beteiligungen an internationalen Kunstmessen wie „Line Art“ in Gent, „Art Expo“ in New York und „Art“ in Basel, folgten. 

Volker Kühn: Herzschlag, Objektkasten,
Außenformat 26 x 29 cm,
gerahmt, handsigniert, 320 Eur

Neben Lichtinstallationen ist sein Werk vermehrt durch Miniaturgrafiken bestimmt. Bekannt ist Volker Kühn heute aber vor allem für seine 3D-Miniaturschaukästen, die Alltagssituationen auf leichte, komische Weise metaphorisch aufgreifen. Unter dem Begriff „Art in Boxes“ findet man die Minifiguren, die einem mal als verheiratetes Paar, mal als Manager auf den Stufen zum Erfolg begegnen, in Galerien auf beinahe allen Kontinenten. Die dreidimensionalen Mini-Szenarien sind zu richtigen Sammlerstücken forciert, humorvoll und mit einem Schuss Ironie.  

Zudem ist Kühn Autor verschiedener kunsttheoretischer Bücher, die in der Deutschen Nationalbibliothek zum Schmökern oder Studieren einladen. 

Mittlerweile hat sich Volker Kühn, nach knapp 50 Jahren künstlerischem Schaffen, zur Ruhe gesetzt. Er lebt im überschaubaren Örtchen Lilienthal in Niedersachsen.     

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