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Wunderlich, Paul

Paul Wunderlich gehörte wie kaum ein anderer Kunstschaffender unserer Zeit zu den wirklich stilbildenden Künstlern der Moderne. Sein eigenwilliger Stil liegt zwischen Manierismus und Surrealismus, weist zudem auch Elemente des Jugendstils und Art Déco auf. Später wurden ihm erotische und sexuelle Motive wichtiger, die er mit Delikatesse und auch einer Spur Morbidität behandelte, was teilweise strafrechtlich verfolgt wurde. Seit den späten 1960er Jahren arbeitete er auch an bildhauerisch ästhetisierten Alltagsgegenständen, die in Einklang standen mit der raffiniert ausgearbeiteten Bildsprache seiner Malerei.

Paul Wunderlich, Goldene Schale, Bronze, Auflage 99/10, 17,5 x 20,5 x 9cm, 1979, 3.600 eur

Paul Wunderlich, Goldene Schale, Bronze, Auflage 99/10, 17,5 x 20,5 x 9cm, 1979, 3.600 eur

Wunderlich beschäftigte sich in seinen neusurrealistischen Gemälden, Lithografien und Skulpturen überwiegend mit den Themen Eros und Tod. Dabei bezog er sich häufig auf die Mythologie. Heute gilt er als einer der bedeutendsten Vertreter des „Phantastischen Realismus“ in Deutschland.

Erotik, Tod und mythische Motive standen im Mittelpunkt seines Schaffens und speisten seine wunderbar grotesken Horrorvisionen.

Der Maler und Grafiker wurde 1960 durch einen Skandal berühmt: Die Staatsanwaltschaft Hamburg beschlagnahmte die Bilder des erotischen Zyklus “qui s’explique”, da sie als zu unzüchtig galten. 1985 wurden die Bilder kommentarlos wieder zurückgegeben.

Das Museum of Modern Art in New York kaufte neben dem umstrittenen Zyklus, auch die Folge “20. Juli 1944”. Diese zeigt die am Galgen hängende verstümmelte Körper und soll an die Hitler-Attentäter erinnern.

Wie bei seinen Zeichnungen spielt auch in seinem plastischen Werk das Thema Eros eine große Rolle, zudem greift Wunderlich oft auf mythologische Themen zurück.

Wunderlich wurde 1927 in Eberswalde geboren und verstarb 2010 an seinem Zweitwohnsitz in  Saint-Pierre-de-Vassols in Frankreich.

Er studierte von 1947-1951 an der Kunsthochschule Hamburg.

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