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Bernrieder, Barbara

Barbara Bernrieder, abstrakte Bergwelt, Unikat, Mischtechnik/Harz/Öl und Pigment auf Leinwand, 40 x 40 cm, 2.000 eur

Barbara Bernrieder kombiniert in ihren Gemälden die maltechnischen Möglichkeiten sehr geschickt miteinander. Da können kompakte Farbflächen schroff nebeneinanderstehen, sie können sich opak überlappen, können in festen Schlieren marmorkuchenartig ineinanderfließen, ohne sich zu vermischen; sie können sich aber auch fließend mit der Nachbarfarbe vermengen, also changierend in andere Töne übergehen. Festes steht also neben Zerfließendem, glänzender Lack neben mattem Acryl, opake Einheitsflächen neben scheinbar transparenten, atmosphärisch zerfließenden Partien. Jede Farbstufe hat ihren individuellen Auftritt im Ganzen, ihren eigenen Körper, ihre eigene Haut. Das Neben- und Übereinander schafft Tiefe im Farbkontinuum, reißt Räume auf. So kann man in manchen Bildern buchstäblich auf Farbstufen in die Tiefe und wieder zurück an die Oberfläche steigen. Malerei entsteht hier also nicht mehr aus dem, was die Franzosen „Peinture” nennen, nicht mehr aus den individuellen Bewegungen der Pinselschrift, sondern aus dem Nebeneinandersetzen, Übereinanderplatzieren und Ineinanderrühren von Farbcharakteren. Dieser Malvorgang hat mehr mit alchemistischen oder kulinarischen Vorgängen und Handlungen zu tun als mit den Streichbewegungen der klassischen Malerei.

Das auffällig oft und markant eingesetzte Weiß -im strengen Sinne ist Weiß ja keine Farbe- bekommt dabei eine wichtige Funktion. Es trennt nicht nur dominante Farbkomplexe wirkungsvoll voneinander, spielt nicht nur die Rolle des neutralen Untergrunds, auf dem die Farben glänzend zur Wirkung kommen, sondern bewährt sich selber als Farbe, als wichtiger Kontrastton, ja manchmal steigert sich das Weiß sogar zum dominanten, leuchtenden Hauptelement im jeweiligen Farbenstrauß.

o.T. - Bernrieder, Barbara - k-2204BB2
o.T. - Bernrieder, Barbara - k-2204BB3

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