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Baselitz, Georg

Georg Baselitz wird 1938 als Hans-Georg Kern geboren und entleiht sich seinen späteren Künstlernamen von seinem Geburtsort Deutschbaselitz. 
Der Nachkriegskünstler wird schon zu Beginn seiner Laufbahn mit einem zweige–teilten Deutschland konfrontiert. 1957 wird er von der Hochschule für Bildende Künste Ost-Berlin wegen ‘gesellschaftlicher Unreife’ verwiesen. Als Schüler bei dem abstrakten Maler Hann Trier in West-Berlin setzt Baselitz erste Bilder um. Die von ihm portraitierten Helden leiden und verzweifeln auf der Suche nach einer Heimat. Später führt
Baselitz ihre Gespaltenheit weiter und malt sogenannte Frakturbilder. Teile der Kompositionen sind auf den Kopf gestellt und fliegen im unsteten Bildraum umher.
 

Georg Baselitz, Mittelpunkt von 1996, Kaltnadelradierung, Auflage 12, 60 x 80 cm, 5.200 eur

Georg Baselitz, Mittelpunkt von 1996, Kaltnadelradierung, Auflage 12, 60 x 80 cm, 5.200 eur

‘Malen aus dem Kopf, auf dem Kopf oder aus dem Topf’ wird zum Motto des Künstlers. Die dabei gewählten malerischen Bezugspunkte sind bewusst antiklassisch. Seine Malweise ist sowohl gestisch abstrakt als auch figurativ, wobei er kulturhistorische Geschichte existentiell, ernst und manchmal hässlich dargestellt. Ihm geht es um Emotion und Konstruktion, um Schöpfung und Zerstörung. 

Mit den auf dem Kopf stehenden Bildern scheint sich Baselitz von der Vergangen–heit und belasteten Themen und Symbolen zu befreien. Sie führen zu einer neuen Sehweise, denn nach dem Künstler ‘ist ein gutes Bild in jeder Lage gut’.

Neueste Arbeiten stehen nicht mehr Kopf. 

Georg Baselitz lebt und arbeitet am bayerischen Ammersee und in Imperia, Italien

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