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Hallmann, Blalla W.

Blalla W. Hallman, o.T., Lithogaphie, Auflage 100, 74 x 62 cm, 1972, 590 eur

Wolfgang Hallmann, der schon während seiner Studienzeiten an der Nürnberger Akademie wegen seines unorthodoxen Stils “Blalla” genannt wurde, war alles andere als ein „akademischer Maler“. Seine expressiven Bilder zeigen seine Wut gegen die gesellschaftlichen Missstände. Seine Bilder bedienen sich Elemente des Realismus, Surrealismus und der Karikatur.

Nach einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Anstalt im Jahr 1969 zerstörte er 1970 alle ihm verfügbaren eigenen Arbeiten.

In den folgenden Jahren bleibt er trotz zwischenzeitlichen Aktivitäten an der „Kunstfront“ in seiner Verzweiflung zwischen Psychopharmaka und Psychiatrieaufenthalten gefangen. Tabletten und Alkohol, Selbstmordversuche begleiten sein künstlerisches Arbeiten, in dem es ebenso wenig Normalität gibt wie in seinem gelebten Leben. Nach zahlreichen Umzügen beginnt er Anfang der 1980er Jahre sich in sogenannten „Horrorbildern“ seinen Ekel von der Menschheit von der Seele zu malen.

Dort, im Boom der Neuen Wilden Malerei, findet auch seine eigenwillig drastische Malerei breite Anerkennung. Wilder als die Wilden und zugleich malerisch sorgfältiger bleibt er allerdings ein künstlerischer Außenseiter.

Hallmann studierte von 1957 bis 1958 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Von 1958 bis 1960 absolvierte er eine Malerlehre in Emsdetten, um von 1960 bis 1965 sein Kunststudium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Fritz Griebel fortzusetzen. In Nürnberg war er Mitglied des Künstlertrios um Herbert Haberl und Bernd Wangerin. Von 1992 bis 1995 hatte Hallmann eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Seit 1994 lebte er in Windsbach.